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Feldversuch zur Kontrolle von Rhizoctonia solani

 

Feldversuch zur Kontrolle von Rhizoctonia solani im ökologischen Kartoffelbau durch Streifenapplikation mit Grüngut­komposten

Bearbeitung von der Universität Kassel

Kontakt: Dr. Christian Bruns
Universität Kassel, Nordbahnhofstr. 1a, 37213 Witzenhausen

 

Problemstellung und Zielsetzung

In Versuchen der vergangenen Jahre sowie erneut im Jahr 2009 konnte das Problem Rhizoctonia solani im ökologischen Kartoffelbau erfolgreich mit einer Reihenapplikation von Komposten kontrolliert werden (Bruns et al. 2009). Relative Befallsverminderungen lagen beispielsweise für den Sclerotienbesatz und deformierte Knollen bei etwa 40 % während im Jahr 2009 der Anteil an Knollen mit einem Befall von < 1 % um 50 % gesteigert werden konnte. Ähnliche Ergebnisse ergaben sich an mehreren Standorten mit gleichen Sortenpartien und Komposten (Frankenhausen, Wulksfelde in Bearbeitung durch das vTI-Trenthorst). Bestätigt hat sich auch in 2009 ganz deutlich, welch hohen Einfluss der Ausgangsbesatz des Pflanzgutes auf den Befall hat. Das Zusammenspiel zwischen der Verwendung von möglichst gesundem Pflanzgut und der Nutzung von Komposten scheint derzeit alternativlos für eine erfolgreiche Kontrolle der Krankheit in der ökologischen Kartoffelproduktion zu sein, denn erfolgreiche Präparate stehen derzeit nicht zur Verfügung.

 

Ziel ist daher für das Jahr 2010, auf mehreren Standorten mit einem Prototyp einer Pflanzmaschine mit Kompostbunker und geeignetem Applikationsaggregat Versuche mit hohem Demonstrationscharakter durchzuführen. Die Firma Grimme hat eine 4-reihige Pflanzmaschine zur Verfügung gestellt, die derzeit beim Fachgebiet Agrartechnik untergebracht ist und für den Umbau für eine Maschine mit Kompostbunker dient. Schwerpunkt liegt auf den Faktoren Befall des Pflanzgutes, Kompostqualität (insbesondere verschiedene Kohlenstoffgehalte) und Menge des Kompostes (2,5 t vs 5 t). Zusätzlich werden Bodenproben bereits im Laufe der Vegetation genommen, die in einem weiteren Projektansatz zur Aufklärung von Wirkungsmechanismen dienen sollen (DBU, DFG oder BLE).

 

Arbeitsplan

Behandlungen

1. Kompost ohne  
  Charge A (15 % C) (2.5, 5t),  
  Charge B (25 % C) (2.5, 5t), 5
2. Infektion (ohne und 2-5% Sklerotienbesatz der Pflanzknollen) 2
Wiederholungen: 4 = 40 Parzellen
randomisierte Spalt-/Blockanlage

 

Der Plan zeigt zunächst die angestrebten Behandlungen für alle Betriebe

 

Standorte: Domäne Frankenhausen sowie 3 weitere Standorte in Planung

 

Erhebungen nach EPPO Richtlinie PP 1/32 (2)

Bonituren nach EPPO-Richtlinie PP 1/32 (2):

  1. Bonitur: Rhizoctoniabesatz auf dem Pflanzgut
  2. Bonitur: Auflaufverhalten
  3. Bonitur: Bestandsentwicklung (Zeitraum Reihenschluss bis Blüte) Bonitur der unterirdischen Stängel und Stolonen
  4. Bonitur: Ertragsermittlung, Rhizoctoniabesatz auf dem Erntegut, Dry-Core-Befall, Anteil Grützknollen bzw. deformierte Knollen

 

Komposte sind gütegesicherte Grüngutkomposte

 

Geplanter Versuchszeitraum: April 2010–Oktober 2010

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